Schöpfrad-Treff für Senioren

Adventliches Beisammensein beim Schöpfrad-Treff mit besonderen Gästen
 
Am 6.Dezember empfing die Besucher des Schöpfrad-Treffs eine adventlich gedeckte Kaffeetafel im Kapelle in Sersheim. Bald waren alle Plätze besetzt und Gisela Kibele eröffnete das Programm mit einem adventlichen Gedicht. Nach der Andacht von Pastor Bauer und einem gemeinsam gesungenen Adventslied war Zeit für Gespräche bei Kaffee, Tee und leckerem Gebäck.
Endlich wurde auch das Geheimnis der 6 Notenständer gelüftet, auf denen merkwürdige Holzkästen standen. Es handelte sich dabei um Veeh-Harfen, deren feiner und festlicher Klang dann den Raum erfüllte. Die Veeh-Harfengruppe aus Knittlingen unter der Leitung von Walter Zucker hatte weihnachtliche Melodien und Lieder zum Mitsingen vorbereitet. Er erzählte auch wie dieses besondere Instrument entstand: Ende der 1980er Jahre entwickelte der Landwirt Hermann Veeh die Veeh-Harfe und eine entsprechende Notenschrift für seinen mit dem Down-Syndrom geborenen Sohn Andreas. Das Instrument ermöglicht es ohne Notenkenntnisse auch komplexe Melodien zu spielen und kann bis ins hohe Alter innerhalb recht kurzer Zeit erlernt werden.
Am Ende des gelungenen Nachmittags überreichte Siegfried Kibele der Gruppe ein Dankeschön und auch alle Besucher erhielten beim Abschied ein kleines Schnitzbrot mit nach Hause. Ein herzliches Dankeschön gilt dem Vorbereitungsteam um Rosemarie Götz.  

 














Statistik oder Gedanken zur Gemeindearbeit in Mühlacker/Sersheim –
fast schon philosophisch; aber zum Jahresschluss passend.
 
Was besagt schon eine Statistik? Wer hat sie veranlasst? Der frühere britische Premier Winston Churchill soll einmal gesagt haben, dass er nur der Statistik traue, die er selbst gefälscht habe. Was übrigens so nie gesagt wurde; aber doch recht amüsant klingt.
Manche Zahlen kennen wir schon, zum Beispiel, dass in Mühlacker in diesem Jahr das hundertste „Maultässle“ war. Man wagt gar nicht durchzurechnen, wie viele Essen da auf den Tisch kamen. Wie viele Menschen zusammen kamen.
Doch um  Zahlen  geht es letztlich nicht.  Unsere kleine Gemeinschaft am Ort geht auf  die Menschen zu. Was wir tun, was ankommt, was die Menschen dank Impulsen dann weitergeben; man weiß das nicht. Und – man muss dies auch nicht wissen. Alles liegt letztlich in Gottes Hand.
Auch eine andere Statistik kann aufgewiesen werden. Rund drei Jahre gibt es den Seniorenkreis „Schöpfrad“. Der Zuspruch ist schwankend. Eigentlich „sollte das Programm anders sein“ und eigentlich „war es heute wieder schön….“ Die meisten Senioren kommen aus den beiden Gemeinden des Bezirks, vorwiegend aus Sersheim. Auch dieser Kreis kann Zahlen aufweisen. Sollte man sogar, denn die Bundesregierung bezuschusst die Seniorenarbeit an die zentrale Kasse der EmK mit einem kleinen Betrag für jeden Besucher. So genau wissen wir vom Team dies nicht, es soll aber ein unterschiedlicher Betrag für Männer und Frauen sein, wobei die Männer dort – immer in der Minderzahl - eigentlich höher zu „bewerten“ wären. Was aber nicht so ist. Es möge rätselhaft bleiben. Wir sinnieren nicht über Cents.
Schauen wir zurück auf das Jahr 2018 beim Seniorenkreis „Schöpfrad“:
  • Wir hatten 10 Treffen mit Kaffee, Kuchen und einem Programm.
  • 192 Besucher trafen sich für ca. 2 Stunden insgesamt in diesem Jahr ,
  • was immerhin 384 Stunden Gemeinsamkeit und Zuwendung ergibt.
  • Und außerdem hielten wir in drei Partnergemeinden der EmK ohne Beauftragung insgesamt 6 Seniorenkreise ab, wozu wir eingeladen wurden.
Wie viel Vorbereitung notwendig war, wie viel Kuchen gegessen wurde usw. - das zu erfassen der Statistik wegen - wäre Unsinn mit Zahlen.
Was zählt, ist die Breite der Zuwendung in unserer Gemeinschaft, ob in der Predigt, im Bibelkreis, im kirchlichen Unterricht, beim „Maultässle“ oder im Seniorenkreis „Schöpfrad“. Und was dabei „heraus kommt“, das überlassen wir getrost Gottes Wirken, das unsere Vorstellung ohnehin nicht erfassen kann.

gisikib 2018-12